Das Belgische Comic-Zentrum (Centre Belge de la Bande Dessinée) widmet sich der belgischen Comictradition, die Figuren wie Tim und Struppi, die Schlümpfe, Lucky Luke und Spirou hervorgebracht hat. Untergebracht ist das Museum in einem ehemaligen Textilkaufhaus, das der Jugendstilarchitekt Victor Horta 1906 entworfen hat, was das Gebäude selbst zu einem der Ausstellungsstücke macht.
Von Horta-Bau zu Comic-Museum
Das Gebäude wurde 1906 von Victor Horta als Warenhaus für den Textilgroßhändler Charles Waucquez errichtet. Nach dessen Tod 1920 verfiel es zunehmend, bis der Architekt Jean Breydel es Anfang der 1980er-Jahre besichtigte und gemeinsam mit den Comiczeichnern Bob de Moor und Alain Baran die Idee eines nationalen Comicmuseums entwickelte. 1986 begannen die Restaurierungsarbeiten, 1989 eröffnete das Museum im Beisein von König Baudouin und Königin Fabiola.
Auf rund 4.000 Quadratmetern zeigt das Museum die Entwicklung des Comics von seinen Anfängen bis zu zeitgenössischen Werken, mit eigenen Bereichen zu Peyo (Die Schlümpfe) und Hergé (Tim und Struppi).
Öffnungszeiten
| Dienstag–Sonntag | 10:00–18:00 Uhr |
| Montag | geschlossen |
| 25. Dezember, 1. Januar | geschlossen |
Tickets & Preise
Der Eintritt liegt bei rund 12 € für Erwachsene, mit ermäßigten Tarifen für Jugendliche und Kinder. Im Preis enthalten sind die Dauerausstellung zur Geschichte des Comics sowie wechselnde Sonderausstellungen. Im Erdgeschoss befinden sich zusätzlich ein Comicshop und das Bistro Horta.
Anfahrt & Lage
Das Comic-Zentrum liegt zentral zwischen Grand-Place und Nordbahnhof und ist von mehreren Metrostationen aus fußläufig erreichbar.
Adresse: Rue des Sables/Zandstraat 20, 1000 Brüssel
Highlights – Was du sehen solltest
Horta-Architektur
Das Gebäude von 1906 gehört zu den bekanntesten erhaltenen Jugendstilbauten Brüssels.
Hergé-Bereich
Eigener Ausstellungsbereich zum Schöpfer von Tim und Struppi.
Peyo und die Schlümpfe
Widmet sich dem belgischen Zeichner, der die Schlümpfe erschuf.
Bibliothek
Leseraum mit Comicalben in mehreren Sprachen, auch auf Deutsch.
Besuchstipps
- Auf das Gebäude selbst achten: Treppenhaus und Glasdach sind typische Horta-Elemente und für sich genommen sehenswert.
- Comic-Strip-Wanderweg kombinieren: In der Umgebung finden sich mehrere großformatige Comic-Wandbilder, die zu Fuß erreichbar sind.
- Bei Regen einplanen: Das Museum eignet sich gut als Alternative zu Freiluftattraktionen an schlechten Wettertagen.
Bildergalerie
Häufige Fragen
Der reguläre Eintritt für Erwachsene liegt bei rund 12 €, mit Ermäßigungen für Jugendliche und Kinder.
Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr, montags sowie am 25. Dezember und 1. Januar geschlossen.
Es wurde 1906 vom Jugendstilarchitekten Victor Horta als Warenhaus entworfen und zählt zu den letzten erhaltenen Bauten dieser Art in Brüssel.
Die Ausstellungstexte sind auf Französisch, Niederländisch und Englisch verfasst; die Bibliothek führt aber auch deutschsprachige Comicalben.